Yoga, Qigong oder Tai-Chi?

Tai-Chi, Qigong und Yoga kräftigen Körper und Seele. Sie bringen den Kreislauf sanft in Schwung und unterstützen das Immunsystem. Meditation, Konzentration, Koordination und Entspannung spielen bei jedem Bewegungsablauf eine wichtige Rolle.

Tai-Chi

Bei der traditionellen chinesischen Kampfsportart kommt es zu einer Verschmelzung von Atemregulierung, Bewegung und Konzentration. Die langsamen, fließenden Bewegungen wirken wie in Zeitlupe und laufen hoch konzentriert ab. Der Körper ist dabei entspannt, nur die Muskeln, die die Bewegung ausführen, sind angespannt.

Tai-Chi aktiviert körpereigene Abwehrkräfte und beugt Haltungsschäden und Rückenbeschwerden sowie Herz-Kreislauf- Krankheiten vor. Es ist für jede Altersklasse und viele chronische Krankheiten geeignet. Bei bestehender Krankheit oder Schädigung sollte allerdings Rücksprache mit einem Arzt gehalten werden.

Qigong

In der traditionellen chinesischen Medizin ist Qigong ein wichtiges Element. Durch gezieltes Zusammenspiel aus langsamen, fließenden Bewegungen, Meditation und Atemübungen werden vorhandene Blockaden sanft gelöst.

Auch Qigong gibt es in verschiedenen Ausprägungen und ist daher fast für jeden Menschen geeignet. Weil viele Übungen kaum Kraft und Anspannung erfordern oder sogar im Liegen durchgeführt werden können, ist Qigong auch für körperlich beeinträchtigte Personen erlernbar.

Yoga

Die aus Indien stammende philosophische Lehre umfasst viele verschiedene Praktiken. Bewegungs-, Atem- und Meditationsübungen sorgen für einen starken und flexibleren Körper und zugleich für physische und psychische Entspannung. Körper und Seele sollen auf sanfte Weise in eine Balance gebracht werden.

Yoga wird verschieden ausgeführt – je nach Zielgruppe. In Fitnessstudios dominieren oft schnelle, körperbetonte Formen. Für chronisch Kranke eignen sich jedoch ruhige und meditative Formen besser.

Das macht den Unterschied

Zugegeben, Yoga, Qigong und Tai Chi sind nicht so leicht zu unterscheiden. Qigong ist ein chinesisches Meditations- und Bewegungstraining. Ziel ist die Harmonisierung des Qi, also des Energieflusses im Körper. Wer entspannen und Stress abbauen möchte, ist deshalb bei Qigong gut aufgehoben.

Tai-Chi ist ursprünglich eine Kampfkunst und wird auch als „chinesisches Schattenboxen“ bezeichnet. Es ist für Menschen geeignet, die ruhige Körperbewegungen ausführen und dabei ihre Gesundheit fördern möchten.

Yoga ist ursprünglich eine indische Philosophie. Heute kombiniert es meist gymnastische Übungen mit Atem- und Konzentrationstechniken. Es ist genau das Richtige für Menschen, die entspannt ihre Muskeln stärken und gleichzeitig ihre Haltung verbessern wollen.