Linderung für kleine Outdoor-Verletzungen

Designed by jcomp / Freepik
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Bewegung im Freien ist gesund und bringt Entspannung. Das gilt insbesondere in den warmen Sommermonaten, wo allerdings auch viele untrainierte Menschen unterwegs sind. Dann lassen sich kleinere Blessuren nicht immer vermeiden.

Blasen an den Füßen

Wer kennt es nicht? Schon nach kurzer Zeit hat sich am Zeh eine Blase gebildet. Meist sind falsches und neues Schuhwerk schuld. Vor allem Frauen drückt häufig der Schuh, denn bei ihnen ist vielfach nicht Bequemlichkeit ein Kaufargument, sondern das Aussehen.

Doch auch eigentlich bequeme Turn- oder Wanderschuhe können zu Blasen führen, wenn sie nicht langsam eingelaufen, sondern gleich für weitreichende Spaziergänge oder gar Wandertouren eingesetzt werden. Weitere Gefahrenquellen sind das Tragen von Schuhen ohne schützende Strümpfe, sowie Sportarten, bei denen es zu häufigem Richtungswechsel kommt, wie Tanzen oder Ballsportarten.

Blasen sind zwar keine schwerwiegende Erkrankung, können aber das frühe Ende eines Ausflugs oder des Sports bedeuten. Mit der richtigen Pflege heilen sie im Verlauf von wenigen Tagen von selbst ab.

Wird aber die beanspruchte Stelle immer weiterem Druck oder Reibung ausgesetzt, so kann die oberste Hautschicht aufreißen, sodass der Wundherd frei liegt. Dies geschieht auch, wenn man die Blase aufsticht. Daher raten Experten von einer solchen Maßnahme eher ab.

Hilfreich sind in jedem Fall spezielle Blasenpflaster, die auf längeren Wandertouren unbedingt ins Gepäck gehören. Das spezielle Gelpolster schützt und verhindert das Verkleben mit der Wunde.

Nun sind aber die Situationen häufiger, in denen man kein solches Pflaster zur Hand hat. Wer sich mit Heilpflanzen auskennt, kann nach Breitwegerich Ausschau halten. Die zerriebenen Blätter am besten direkt in die Socke legen, so kann der austretende Pflanzensaft die wunde Stelle versorgen.

Stauchung, Prellung und Co.

Gerade bei Aktivitäten in der Natur ist die Gefahr des Ausrutschens und Stolperns groß. Mögliche Folgen sind Zerrungen oder Prellungen, bei denen die Schmerzstelle stark anschwillt. Zu den sogenannten stumpfen Verletzungen, die vor allem die Gelenke betreffen, gehören auch Verstauchungen und Blutergüsse.

Eine schnelle Anwendung der PECH-Regel verhindert meist Schlimmeres:

  • Pause:
    die betroffene Partie ruhigstellen
  • Eis:
    kühlen mit eisgekühltem Wasser oder einer Kältepackung
  • Compression:
    einen stützenden Verband gegen die beginnende Schwellung anlegen
  • Hochlagern:
    über Herzhöhe, damit weniger Blut in die Region strömt.

Wer sich den Knöchel verstaucht hat, sollte den Schuh auf jeden Fall am Fuß lassen und alles zusammen mit kaltem Wasser übergießen oder in kaltes Wasser tauchen sowie anschließend hochlegen. So wirkt der Schuh gleich als Kompresse.

Hilfreich können auch Salben, Öle, Gels oder Arzneikügelchen mit den Wirkstoffen von Arnika und Ringelblume sein. Sie stillen den Schmerz und wirken abschwellend.

Wirksam bei Insektenstichen

Mit steigenden Temperaturen fliegen auch immer mehr lästige Insekten. Gefahr besteht vor allem für Menschen, die allergisch auf Insektengifte reagieren.

Am lästigsten sind die Mücken. Sie gehen vor allem abends und nachts auf Jagd. Die Weibchen brauchen Blut für ihre Eier. Mücken haben keinen Stachel, sondern eine Art Saugrüssel, der kein Gift enthält. Im Speichel, der beim Stich übertragen wird, stecken jedoch Proteine, die allergische Reaktionen auslösen können.

Die Bremsen, auch Pferdefliegen genannt, saugen ebenfalls Blut. Sie sehen ähnlich aus wie Fliegen und sind vor allem in der Nähe von Vieh, am Waldrand und in Gärten unterwegs. Man hört und spürt sie nicht – bis es zu spät ist. Ihr Speichel verursacht oft starke Schwellungen und heftigen Juckreiz.

Bienen sind von eher gedrungener Form, in der Mitte behaart und am Hinterleib bräunlich gestreift. Sie stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Dann jedoch kann es gefährlich werden: Der Stachel bleibt in der Stichstelle stecken. Die Biene selbst stirbt dabei.

Die Wespe ist mit ca. 2 cm ähnlich groß wie die Biene. Sie hat jedoch keine Haare und ihr Hinterleib ist kräftig schwarz-gelb gezeichnet. Sie sticht schnell zu. Ihr Stachel bleibt nicht stecken, d.h. sie kann auch mehrfach stechen.

Sticht ein Insekt zu, kommt es zu einer schmerzhaften, juckenden oder brennenden Reaktion an der Einstichstelle. Um diese herum bildet sich eine ein bis mehrere Zentimeter große, glänzende Hautrötung, in deren Mitte sich die Schwellung, die sogenannte Quaddel, befindet.

Um die Entzündung nicht zu verschlimmern, sollte man Reiben und Kratzen vermeiden - angesichts des Juckreizes vielfach ein kaum zu befolgender Ratschlag. Kühlende Gels können hilfreich sein.

Wer diese nicht dabei hat, kann auch mit Tomaten- und Gurkenscheiben kühlende und lindernde Effekte erzielen. Und diese sind vielleicht eher im Tourgepäck zu finden als die klassische Zwiebel. Diese wird frisch aufgeschnitten auf die Stichstelle gelegt – und lindert ebenfalls Juckreiz und Brennen.